2025 – ein Jahr zwischen Umbruch und Vertrauen
Warum Yoga für mich mehr ist als Bewegung
Es gibt Jahre, die lassen sich nicht einfach abschließen.
Sie verändern etwas Grundlegendes.
2025 war für mich ein solches Jahr.
Die Trennung von meinem Ehemann war ein tiefer Einschnitt – emotional, körperlich und existenziell. Mit dem bewussten Auszug begann eine Phase des Neu-Ordnens: meines Alltags, meiner inneren Strukturen und meiner Beziehungen. Vieles, was lange getragen hat, durfte sich verändern. Anderes hat sich erst in dieser Zeit als wirklich tragfähig gezeigt.
Wenn der Körper ehrlich wird
Parallel zu diesen Umbrüchen wurde mein Körper immer deutlicher.
Endometriose, eine Operation und hormonelle Dysbalancen haben mich gezwungen, langsamer zu werden und genauer hinzuhören – nicht mit dem Anspruch, etwas schnell zu lösen, sondern mit dem Wunsch, Zusammenhänge zu verstehen.
Ich habe am eigenen Körper erfahren, wie eng körperliche Symptome mit Stress, Nervensystem, Schlafmangel und emotionaler Belastung verbunden sind. Wie sehr Erschöpfung ein Warnsignal ist. Und wie wichtig es ist, Grenzen wahrzunehmen – statt sie zu übergehen oder wegzuerklären.
Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Schmerz verändert. Gerade bei zyklischen und periodischen Schmerzen sehe ich heute nicht mehr nur ein Symptom, sondern ein vielschichtiges Zusammenspiel aus Körper, Nervensystem, Hormonen und Lebensumständen. Mein Körper ist dadurch nicht zum Gegner geworden, sondern zu einem ehrlichen Spiegel und Verbündeten.
Entscheidungen aus Erfahrung
Aus diesen Erfahrungen heraus habe ich bewusste berufliche Entscheidungen getroffen.
Der Entschluss, die Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapie zu machen, war ein Schritt in Richtung fachlicher Tiefe, Selbstwirksamkeit und Verantwortung. Sie ermöglicht mir, Menschen ganzheitlicher zu betrachten – und mir vor allem die Zeit zu nehmen, die es dafür braucht.
Parallel dazu habe ich meine Hormon-Yoga-Ausbildung begonnen und abgeschlossen. Nicht als Trend, sondern aus einem echten inneren Bedürfnis heraus. Mein Verständnis für den weiblichen Körper, den Zyklus und hormonelle Prozesse hat sich dadurch auf körperlicher, emotionaler und therapeutischer Ebene weiter vertieft. Der Wunsch nach Selbstwirksamkeit – auch aus meinen eigenen Erfahrungen heraus – spielte dabei eine zentrale Rolle.
Yoga im echten Leben
Auch mein eigenes Yoga hat sich in diesem Jahr verändert.
Ich habe mich bewusst vom Ideal gelöst und mich dem echten Leben zugewandt.
„Yoga im Real Life“ ist für mich keine Methode, sondern eine Haltung geworden: eine, die Trauer, Wut, Schmerz und Imperfektion zulässt. Eine, die nicht alles sofort regulieren oder optimieren will. Eine, die Prozesse stehen lassen darf. Und eine, die nicht dogmatisch ist, sondern individuell.
Diese Haltung prägt heute auch meine Arbeit. Yoga ist für mich kein Lifestyle und kein reiner „Sport“, sondern eine Form der Begleitung – durch das, was gerade da ist.
Ein gewachsener Ansatz
Heute verbinde ich Yoga, Physiotherapie und Nervensystemarbeit klarer und authentischer als je zuvor. Mein Ansatz ist nicht trotz meiner Erfahrungen gewachsen, sondern durch sie.
Eigene Erschöpfung, Schlaflosigkeit, körperliche Grenzen und Veränderungen im sozialen Umfeld haben mein Verständnis für Menschen vertieft, die mit chronischen Beschwerden, Schmerz oder hormonellen Themen leben. Gleichzeitig habe ich neue Kraft in Gemeinschaften gefunden – etwa im Taekwondo, als bewusstem körperlichen Ausgleich jenseits meiner beruflichen Rolle. Einfach mal selbst angeleitet werden, den Kopf ausschalten und im Körper ankommen.
Auch Reisen hatten in diesem Jahr ihren Platz: nicht als Flucht, sondern als bewusste Momente von Weite, Leichtigkeit und Perspektivwechsel. Mauritius, Mykonos und eine Segelreise waren persönliche Kraftmomente für mich.
Eine Einladung
Yoga ist für mich heute kein Versprechen auf schnelle Lösungen.
Es ist eine Einladung, dem eigenen Körper ehrlich zu begegnen – mit Wissen, Mitgefühl und Zeit. (Und ja, Geduld ist dabei für uns Menschen oft die größte Herausforderung)
Wenn du spürst, dass dein Körper dir etwas sagen möchte.
Wenn du Yoga suchst, das nicht perfekt sein muss, sondern achtsam.
Wenn du dir Begleitung wünschst – im Kurs oder ganz individuell im Personal Yoga.
Dann begleite ich dich gern ein Stück auf deinem Weg.
Mit fachlicher Erfahrung, persönlicher Tiefe und viel Raum für dich.
Du bist willkommen – genau so, wie du gerade bist, und mit allem, was im Moment präsent ist.
Du hast Interesse an einem Yogakurs oder möchtest eine Personal-Yoga-Stunde vereinbaren?
Dann melde dich gern über meine Website oder nimm direkt Kontakt mit mir auf.